Glossar der medizinischen Fachausdrücke

E
 
Echo
Abk. f. Echokardiografie. Methode der kardialen Bildgewinnung vom schlagenden Herzen und den großen Gefäßen mittels Ultraschall über eine Sonde (Transducer), deren Signal in das Gewebe gesendet wird und dessen unterschiedliche Reflexionen von der gleichen Sonde wieder aufgenommen werden. Dadurch ensteht ein Bild des Herzens als M-Mode, B-Mode oder neuerdings auch dreidimensional. s.a. TEE, Stress-Echo,(Farb-) Doppler.

Eigenblutspende
Verfahren einer Blutentnahme, bei der die gewonnene Blutmenge aufgefangen und für spätere Eingriffe verwahrt wird. Bei Pat. mit Blutunverträglichkeit, aus Gewissengründen (Zeugen Jehovas).

Ejektionsfraktion
Die Ejektionsfraktion (EF) oder Auswurffraktion ist eine Maßzahl für die Leistung der linken Herzkammer und errechnet sich aus dem Verhältnis von systolischem zu diastolischem Herzvolumen. Der Normwert beträgt 70%. Leistungen unter 50% sind meist mit den Zeichen einer Herzmuskelschwäche verbunden.

EKG
Elektrokardiogramm = Aufzeichnung von Herzströmen auf >> Monitor, als >> Langzeit-EKG oder als Papierstreifen. Gibt Aufschluss über Durchblutungsstörungen, >> Herzrhythmusstörungen oder Wirkung von Medikamenten. Es kann unter Ruhe-Bedingungen (Standard-EKG) oder als Belastungstest (Stresstest) aufgenommen werden.

Elektrolyte
(auch: Mineralstoffe) in Wasser gelöste elektrisch geladene Stoffe die leitfähig sind und je nach Ladung (positiv oder negativ) zu den entgegengesetzten Polen wandern, wenn eine elektrische Spannung angelegt wird. Man nennt sie Ionen: Natrium (+), Kalium (+), Calcium (++), Chlorid (-), Phosphat (---) und Hydrogencarbonat (-) sind Ionen, die im wäßrigen Medium Blut oder der Zelle gelöst sind. Sie bestimmen u.a. die Errgebarkeit und die Leitfähgkeit

Embolie
Verschleppung eines Blutgerinnsels aus einer Vene oder Arterie in Endstromgebiete (Hirn, Lunge). Folge: >> Schlaganfall, Lungenembolie

Endocarditis
(Endokarditis): Herz-Innenhaut-Entzündung, meist mit Beteilung der Herzklappen, die ein Teil der Innenhaut sind. Ursachen können virale und bakterielle Entzündungen sein. Letztere sind meist schwer verlaufend, die viralen dagegen meist schleichend. Die Folgen sind oft Herzklappenfehler

Endothel
Innerer Zellverband, der die Intima von Arterien auskleidet. Schutzwall für Fetteinlagerungen, der aber von den LDL-Partikeln der Fett-Transportkörper überwunnen wird. das E. ist dann funktionsgestört; Endotheldysfunktion.

Enzym
biochemische Substanz, die in Zellen dazu dient, Stoffwechselprozesse z.B. durch die Überführung von inaktiven Substanzen in aktive Formen zu stimulieren. 

Eingefäßerkrankung
>>Dreigefäßerkrankung, KHK

Entzündung
Reaktion des Körpers auf äußere der innere Giftstoffe, die meist von Bakterien ausgehen und die spezifische Entzündunsgreaktion hervorrufen: Schmerz, Erwärmung, Schwellung, Rötung und Funktionseinschränkung. Die körpereigene Abwehr gegen diese Toxine sind die weißen Blutkörperchen (Leukocyten), deren Zahl im >>Blutbild ansteigt. Ein weiterer wichtiger Entzündungswert ist der Anstieg des C-reaktiven Proteins (CRP).

EPU
=elektrophysiologische Untersuchung: Rechtsherzkatheter-Untersuchung zur Diagnostik von Herzrhythmusstörungen und zur invasiven Behandlung (Ablation).Beispiel: (Radiofrequenz-)Ablation einer supraventrikuären Tachycardie (Herzrasen) durch Abgabe hochfrequenter Impulse am Ort der Entstehung.

Ergometrie
s.a. Belastungs-EKG

Evidenz; evidence based medicine
(engl. evidence= Beweis, Nachweis) auch: evidenzbasierte Medizin (im Deutschen „Offensichtlichkeit, die keines Beweises bedarf“ - eig. fehlerhafte Übersetzung, die sich jedoch durchgesetzt hat); medizinische Behandlungs-Praxis, die nur von empirisch-wissenschaftlich gesicherten Ergebnissen ausgeht. Diese wurden auf der Grundlage von (doppelblinden, randomisierten) Studien oder durch Experten-Konsens gewonnen. Sie spielen in der westlichen Medizin eine große Rolle beim Nachweis von Nutzen, Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten und technischen Methoden. Die Ergebnisse werden nach Graden und "Stärken" eingeteilt. So besitzt z.B. die Bypass-Operation bei Hauptstammstenose den Evidenzstärke I und die Empfehlungsgrad A (höchste Stufe).

Exsikkose
Austrocknung, Verlust von Flüssigkeit aus dem Gewebe und dem Kreislauf. Zeichen: erhöhter Hämatokritund erhöhtes Serumnatrium. Ursachen: vermehrtes Schwitzen, verminderte Flüssigkeitszufuhr.

Ezetimib
Neuartiges Medikament zur Behandlung der Fettstoffwechselstörung. Prinzip: Hemmung der Fettaufnahme im Dünndarm. Studienlage noch nicht schlüssig.
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