Glossar der medizinischen Fachausdrücke

L
 

Langzeit-EKG

auch: 24-Stunden-EKG. Aufzeichnung eines >> EKG über 24 h, um besondere Ereignisse (Ohnmachtsanfälle, Herzklopfen, >> Herzrhythmusstörungen) aufzuzeichnen.


Leitlinien

Von Fachgesellschaften abgestimmte Behandlungs-Anleitungen ohne Verpflichtungscharakter, die jedoch in juristischem Sinne in vielen Fällen bindend sind. Beispiele sind die Hochdruckleitlinien oder Leitlinien zur Behandlung des akuten Koronarsyndroms. Es gibt inzwischen auch laienverständliche Versionen (Patienten-Leitlinien).


Lipide

Blutfette in ihrer Gesamtheit, also Cholesterin und die Triglyceride.


Lipoprotein(a)

Eiweißkörper, Bestandteil der Blutfette. Risikoindikator für Männer, nicht jedoch für Frauen. Werte > 30 mg/dl gelten als erhöht.


LDL

= low density lipoprotein (zus. mit >> HDL) ein >> Cholesterin-Transportprotein, das die Ch. partikel in die Gefäßwand transportiert. Unerwünschter Vorgang, führt zu Gefäßwandeinlagerungenund Verengungen (>> Arteriosklerose)


Logotherapie

Sprachtherapie nach Schlaganfall.


Lungenembolie

Verschleppung eines Blutgerinnsels aus einer entfernten Körpervene (Beinvenen-Thrombose) in die Lungenarterie. Ernste lebensbedrohliche Erkrankung, die durch Überlastung des rechten Herzens zum Tode führen kann.


Lungenfunktion

Untersuchungsvorgang, um Erkenntnisse über Lungenkrankheiten zu gewinnen. Messgrößen sind

Atemzugvolumen(AZV)

    Es entspricht dem ein- bzw. ausgeatmeten Volumen bei normalem Atemzug (etwa 0,5 Liter Luft).

Inspiratorisches Reservevolumen(IRV)

    Dies ist das Volumen, das nach normaler Einatmung noch zusätzlich eingeatmet werden kann (etwa 3 Liter Luft).

Expiratorisches Reservevolumen(ERV)

    Es ist das Volumen, das nach normaler Ausatmung noch zusätzlich ausgeatmet werden kann (etwa 1,7 Liter Luft).

Inspiratorische Kapazität (IC)

    Sie ist definiert als das Volumen, das nach normalem Ausatmen maximal eingeatmet werden kann (etwa 3,5 Liter                 Luft).

Vitalkapazität (VC)

    Das ist das Volumen, das nach maximaler Einatmung maximal ausgeatmet werden kann (3,3 bis 4,9 Liter Luft).

Einsekundenkapazität(FEV1, Tiffeneau-Test)

    So wird das Volumen bezeichnet, das bei maximaler Einatmung in einer Sekunde maximal ausgeatmet werden kann (min. 70 Prozent der Vitalkapazität);

Peak-Flow (Peak-Expiratory-Flow, PEF)

    Beschreibt den stärksten aus den Lungen ausgestoßene Luftstrom am Beginn einer starken Ausatmung (max. 600 l/min)


Lungenkreislauf

Blutkreislauf (auch "kleiner" Kreislauf) in der Lunge, besteht aus den Lungenarterien und den Lungenkapillaren, die dem Gastaustausch (Kohlendioxid gegen Sauerstoff) dienen. Der Lungenkreislauf wird vom rechten Herzen gespeist.


Lungenödem

Schwere Form der (Links-) Herzinsuffizienz, bei der es durch massive Druckerhöhung im Lungenkreislauf zu einer Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge kommt. Herzinfarkt, Hochdruck, Klappenfehler können die Ursache sein. Stationäre (Intensiv-)Behandlung, Diuretika, Sauerstoff, evtl künstliche Beatmung. bei Hochdruck-Krise schnelle Blutdrucksenkung.


Lyse

s.a. Thrombolyse